Die Philosophie von Makette

 

Gestatten Sie, werter Kunde, dass ich Ihnen kurz die Philosophie oder das Konzept vorstelle, welches hinter unsern Modellen steht. Sicherlich ist Ihnen aufgefallen, dass die Bauweise vieler Teile dieses Bausatzes eher einfach gehalten ist. Ein Gehäuse aus Resin ist zwangsläufig weniger fein als ein Messing-Ätzteil. Weißmetall-Gussteile können nicht mit Messingteilen mithalten. Doch die Vorteile dieser Konstruktionsprinzipien sind enorm: Nur so ist es nämlich möglich, einen Lok-Umbausatz für unter 100,-€ anzubieten. Wäre die „Knapsack“ aus Messingblech zu bauen, würde sie zum einen wesentlich mehr kosten, zum anderen wäre sie auch noch deutlich schwieriger zu montieren. Von der gesparten Zeit ganz zu schweigen.

Unser Ziel ist es, erschwingliche Modelle anzubieten, die mit durchschnittlichem Geschick und alltäglichem Werkzeug zu montieren sind.

Noch ein Wort zur Vorbildauswahl: Schon von Anfang an verfolge ich mit Makette das Ziel, die Modelle umzusetzen, die ich selbst vermisse. Die enorme Resonanz zeigt, dass ich nicht alleine bin mit dem Wunsch nach typischen Industrie-Dampfern. Die „Hannibal“ ist ja bereits in Arbeit. Was danach kommt, ist noch nicht sicher. Auswahl gäbe es genug, von der „Bismarck“ bis zur „Bergbau“. Schwierig wird in jedem Fall die Suche nach geeigneten Fahrwerken, denn idealerweise soll wieder ein bereits vorhandenes Serienfahrgestell uns die Entwicklung und Ihnen die Montage erleichtern.

Nun aber gilt: An die Werkbank, fertig, los!

 

Herzlichst,

Ihr

 

 

1. Benötigtes Werkzeug

- Abbrechklingenmesser

- Skalpel oder feines Bastelmesser („X-Acto“)

- Feilensatz

- Schleifpapier in den Stärken 360, 600, 1200

- Bohrmaschine mit Trennscheibe, eventuell Zylinderfräse und Bohrern der Durchmesser 0,5mm, 0,8mm, 1,0mm, 1,5mm, 1,9mm (für M2 Gewinde) und 2,0mm.

- Seitenschneider

- Pinzette

- feine Spitzzange

- Blechschere

- Sekundenkleber

- für die Lackierung: Airbrush oder hochwertige Spraydosen (Empfehlung: www.lackspray.de)

 

 

2. Der Bausatz beinhaltet folgende Teile:

- Gehäuse aus Resin

- Bodenplatte aus Resin (für Fleischmann BR 89)

- Befestigungsblock aus Resin (für Fleischmann BR 89)

- Weißmetallgussteile: Pumpe, Generator, Glocke, Pfeife, 2 Sicherheitsventile, 2 Speiseventile, 2 Laternen vorne unten, 1 Laterne vorne oben, 2 Laternen hinten unten, 1 Laterne hinten oben, 2 Wasserkastendeckel

- Ätzplatte 1: Hauptplatte

- Ätzplatte 2: Erweiterungs- bzw. Korrekturplatte mit Kohlenkastenaufsatz und Beschriftung

- Beschriftungssatz (Schiebebilder)

- gefräste Fenstereinsätze

- 2 Schrauben M2x4 Senkkopf, 2 Schrauben M2x5, 1 Schraube M2x10

- diese Bauanleitung

 

Dieser Bausatz ist mit folgenden Artikeln erweiterbar:

Art.Nr. 2514 Kurzkupplungskulisse mit Pufferbohlenfüllstück für Fleischmann BR 89

Art.Nr. 2515 Kohlenimitat für Dampfloks oder Güterwagen o.ä.

 

Bitte beachten Sie auch die beiliegende Bestellkarte mit unserer Umfrage.

 

 

3. Zuordnung der Teile auf den Ätzplatten

Die Nummern beziehen sich auf den entsprechenden Abschnitt der Bauanleitung.

 

 

 

4. Vorbereitung der Teile und Zusammenbau:

 

 

Fenster und Führerhaustüren von Gießhäuten befreien. Am besten eignet sich ein scharfes Skalpel („X-Acto“) dafür.

Unten am Gehäuse (1) befinden sich ebenfalls Gießgrate. Diese vorsichtig abschaben oder –schneiden.

Falls gewünscht : Aussparungen in den Wasserkästen freimachen.

Die Trittmulden werden durchbohrt und mit einer Nadelfeile in Form gebracht.

Fleischmann-Fahrwerk  vorbereiten.

Zerlegen und Rauchkammerstütze abschrauben.

Anschließend vorsichtig Pufferbohlenabdeckung abhebeln.

Die hintere Glühbirnenhalterung wird ebenfalls abgeschraubt.

Nun kann anstelle des Glühbirnenträgers die Bodenplatte (2)  angeschraubt werden. Vorne wird sie am Steuerungsträger festgeschraubt.

Erstes Probesitzen des Gehäuses. Sollte es nicht passen, sind die schraffierten Bereiche zu überprüfen und eventuell zu befeilen.

Der Befestigungsblock (3) wird vorbereitet. Die drei angegossenen Sackbohrungen werden mit 1,9mm Bohrer aufgebohrt und mit M“ Gewinde versehen

Der Befestigungsblock wird in das Lokgehäuse eingepasst und probeweise mit den Senkkopfschrauben befestigt.

Eventuell müssen die Bohrungen im Wasserkasten leicht aufgeweitet oder die Schraubenköpfe verkleinert werden (feilen oder abdrehen).

Märklin BR 80:

Gehäuse abnehmen, dazu die Wasserkastendeckel abklipsen und die darunterliegenden Schrauben ausdrehen.

Vorsichtig die vordere Pufferbohlenabdeckung abhebeln.

Der Glühbirnenhalter an der Hauptplatine muss abgetrennt werden.

Eventuell müssen die Gewinde-Oberseiten (Pfeil) um einige Zehntelmillimeter abgefräst werden. Dies hängt vom jeweiligen Gussgrat des Gehäuses ab. (Sie können auch im Inneren des Wasserkastens fräsen)

An den gekennzeichneten Stellen sind die angedeuteten Bohrungen mit 0,5mm zu öffnen.

An den gekennzeichneten Stellen sind die angedeuteten Bohrungen mit 1,5mm bzw. 1,0mm zu öffnen.

Die Lok wird komplett grün lackiert.

Empfehlung: RAL 6002 Laubgrün

Mit der beiliegenden Lackierschablone (4)  wird die Führerhausfrontseite abgedeckt. Der hintere Teil und die Seiten der Wasserkästen werden abgeklebt

Das Ergebnis

Die Kohlenimitation wird mit dem Pinsel schwarz ausgelegt. Später kann echte Kohle darüber geklebt werden.

Die Griffstangen werden angebracht. Die Zahlen entsprechen der Nummerierung der Griffstangen auf der Ätzplatte.

Leider fehlen bei der ersten Serie die Griffstangen 5 für eine Lokseite. 0,5mm Draht ersetzt sie jedoch tadellos.

Dachhaken und Griffstangen an der Stirnseite anbringen.

Zurüstteile anbringen:

5 Pumpe, 6 Glocke, 7 Pfeife, 8 Sicherheitsventile, 9 Speiseventile, 10 Ventilräder, 11 Generator

Griffstange (3) auf Wasserkasten anbringen.

13 Laternen, 14 Griffstangen auf Umlauf, 15 Trittbretter vorne am Wasserkasten (rechteckig), 16 Trittbrett seitlich am Kessel (Vorbohrung beachten) (trapezförmig), 17 Handrad oben auf Kessel (Zapfen beachten, falls nicht vorhanden, am besten stumpf aufkleben)

          

Führerstandsaufstiege (18) vorbereiten (DREI Stufen!):

Stufen waagerecht biegen.

links: die Pinzette verdeutlicht die waagerechte Stufe.

rechts: Stufen und Rahmen werden aufeinander geklebt.

Die vorderen Trittstufen (19) werden genauso zusammengebaut. Die Auflage wird waagerecht gebogen und muss mit der Blechschere angepasst werden, um unter dem Umlauf angeklebt werden zu können.

Die Trittstufen unter dem Führerhaus werden angepasst und eingeklebt.

 

 

Die Blenden für die Frontfenster (20 und 21) müssen um einen runden Gegenstand (hier: Schraubendreher) gebogen werden.

Der mittlere Halter zeigt dabei die genaue obere Mitte an. Alle drei Halter werden anschließend abgezwickt. Sie sind nicht nötig.

Leider muss für die hinteren Blenden ein Stück von der Kohlenimitation abgefräst werden.

Die Blenden werden am besten stumpf am Führerhaus angeklebt.

Der Umlauf wird mit dem Pinsel rot gefärbt.

Die Fenstereinsätze (22) werden zerteilt. Dabei bleibt um jede Scheibe ein kleiner Rand stehen, mit dem sie innen im Führerhaus angeklebt wird.

Die Kleberänder müssen für jede Fensteröffnung einzeln angepasst werden.

Das Trittbrett (23) am hinteren Wasserkasten wird zusammengesetzt: Die 5 dreieckigen Träger (24) werden in die entsprechenden Vertiefungen eingelötet oder geklebt. Das komplettierte Trittbrett wird knapp unter der Knickkante am Wasserkasten stumpf angeklebt.

Oben auf den Wasserkasten wird die Kohlenkasten-Erhöhung (25) aufgeklebt.

Die Wasserkastendeckel (26) werden angepasst. Auf der linken Seite muss der Deckel auf der Kesselseite angepasst werden (Scharniere abfeilen)

Beschriftung: Die geätzten Schilder der Zusatzplatte werden schwarz lackiert und nach dem Trocknen mit 1200er Schleifpapier wieder aufgedeckt. So wird die erhaben geätzte Schrift lesbar.

Beschriftungsvorschlag.

Die Schilder können z.B. mit doppelseitig klebendem Tesa-Fotoklebefilm angebracht werden.

FERTIG